Mittwoch, 11. Januar 2017

MMM - Lieblingsstück 2016

Die Nähdamen vom MMM führen heute ihre Top-Hits des vergangenen Jahres vor, und da möchte ich mich gern wieder einmal einreihen. Der Dauerbrenner in meinem Kleiderschrank ist nicht ein einziges Stück, sondern viel mehr ein Schnitt - Marly von schnittquelle. Ich habe davon inzwischen sage und schreibe 5 Varianten auf der Stange hängen. Und dabei wirds wohl nicht bleiben. Der Schnitt ist so optimal für mich geeignet, dass ich immer wieder danach greife und fröhlich dran rumbastle, denn auch dafür bietet er sich an. Durch Unterbrustnaht und -abnäher und Abnäher im Rücken lässt sich der Schnitt mit recht wenig Aufwand prima an die eigenen Kurven anpassen. Außerdem kann man durch die Teilung auch schön mit verschiedenen Rockformen experimentieren. Der Ausschnitt lässt sich ebenfalls variieren ... unendliche Möglichkeiten, dazu ruckzuck umzusetzen. Perfekt für mich, wo ich doch dazu neige, immer mal noch schnell über Nacht ein neues Kleidungsstück zu brauchen. ;-)

Zuerst zeige ich das neueste Kleid aus der Reihe - mein Weihnachtskleid und tatsächlich auch das, was ich am heutigen MMM wieder trage. Ich glaube, es hing noch nie im Schrank:


Die Rückseite wurde, abgesehen von den individuellen Anpassungen, nach dem Originalschnitt genäht. Dem Vorderrock habe ich ein paar Zentimeter Breite zugefügt und eine Kellerfalte gelegt. Der Ausschnitt ist mit Beleg gearbeitet, weil ich das an einem eher "feinen" Kleid schicker finde als Bündchen oder Einfassband. Am Saum habe ich 6cm zugegeben, damit aus dem Kassak ein Kleid wird (jedenfalls für mich :-) ).

Das Material ist ein Jaquard von Stoff und Stil - ein Traum. Ich hatte mich schon im Katalog in das Design verliebt. Und als ich im Urlaub in das Paradies in Lübeck tatsächlich live betreten konnte, wurde das Geburtstagsgeld dafür auf den Kopp gehauen. :-) Baumwollmix, nicht zu fest und nicht zu labberig, gut zu verarbeiten, gut zu tragen, schick, aber nicht zu sehr, wunderbar.

Im Sommer entstanden gleich mehrere verschiedene Marly-Adaptionen. Eine sommerlich gemusterte fehlt mir noch in der Fotodokumentation. Aber es gibt ja noch zwei:


Einmal in Blau aus Viskosejersey (billiger Test-Rest). Hier habe ich statt Abnähern einfach mal nur Falten in das Rockteil gelegt, und zwar vorn und hinten. Die Form hat mich überzeugt, das blaue Kleid ist trotzdem kein Lieblingsstück an sich, weil der Jersey einfach nichts verzeiht. Der zeichnet alles ab. :-p Außerdem pillt er. Angenehm zu tragen ist er trotzdem, kommt also bei großer Hitze gern daheim zum Einsatz.


Dann ist da noch dieses Modell. In Lieblingspetrol ja schon mal prädestiniert für einen der vorderen Plätze. Wurde dann auch oft und noch lange in den Herbst hinein getragen. Hier habe ich einen weiteren Rock ohne Abnäher angesetzt und am Ausschnitt und unter der Brust gemusterte Einsätze reingebastelt.

Noch einem kleinen verspielten Detail konnte ich nicht ganz wiederstehen:


Auch die armen Einzelstücke aus der Knopfkiste brauchen schließlich ein nettes Zuhause. :-)

Die erste Marly ist schon mal beim MMM erschienen und soll hier der Ordnung halber auch erwähnt werden. Zu den Allroundtalenten gehört sie auf alle Fälle:


Dann war da noch ein tolles schickes Sommerkleid nach Stoff und Stil-Schnitt, das es bisher nicht auf ein akzeptables Foto geschafft hat. Wird nachgeholt, versprochen. Wenn es wärmer ist.

Dieses Jahr müssten wohl mal wieder Oberteile im großen Stil drankommen. Da fehlts momentan im Schrank. Also ein Hoch auf die vorhandenen Lieblingsstücke und auf zu neuen Taten!

Und jetzt lasse ich mich noch von den anderen Lieblingssachen beim MMM inspirieren.

Montag, 9. Januar 2017

This is a man's ... hoodie

Genug des Geredes zum neuen Jahr, jetzt gehts wieder an die Nähwerke. Ich kann eine Premiere feiern: Zum ersten Mal überhaupt habe ich ein Kleidungsstück für den Mann genäht! Ne Mütze gabs schon mal, aber die zählt nicht wirklich. Dieses Mal ist es ein richtiger tragbarer Pullover geworden.

Ich fand die Form ja während des Entstehungsprozesses echt seltsam. Mehrmals habe ich misstrauisch das geklebte Schnittmuster überprüft, ob ich nicht doch eine Reihe Blätter in der Mitte vergessen hätte. Aber nein, alles passgenau zusammengesetzt. Dabei sahen die Schnittteile unheimlich kurz und breit aus. Der fertige Pullover dann auch. Sehr komisch. Da hieß es hoffen und bangen, denn das gute Stück sollte des Mannes Weihnachtsgeschenk sein und war aus feinstem kuschligem Baumwollfleece mit echten Lederdetails genäht. Wenn das nicht passen würde, müsste man sich in den Po beißen, und das geht dann wieder nicht ... Das Ding muss einfach passen.

Und siehe da, das tut es auch. Was schließen wir daraus? Männer haben komische Proportionen. :-D
Spaß beiseite, der selbstgenähte Pullover ist besser als jeder gekaufte. Sogar die überlangen Arme meines persönlichen Alltagshelden sind optimal verpackt. Da, ich darf ihn sogar zeigen:


Nicht optimal zurechtgezupft, aber man erkennt die Grundidee. :-) Passt genau so, wie Mann es mag, lässig, aber auch nicht riesig. Mein hauseigener Computernerd trägt kaum etwas anderes als "farbenfrohes Schwarz" (O-Ton). Macht also keinen Sinn, bei der Stoffauswahl kreativ zu werden. Für den individuellen Touch sorgt dann eben das bisschen rotes Leder an Ösen und Kordelenden und als kleine, harmlose Minitüddelei. So viel muss erlaubt sein. ;-)
Scheint auch nicht falsch zu sein, denn er wurde mehrmals gefragt, ob der Pullover von einer bekannten coolen Marke wäre. Yeah!


Da noch mal die Appli, unscharf, ich weiß, war kein besseres Bild auf der Kamera. Und der Pulli hängt grad frisch gewaschen auf der Leine, damit er so bald wie möglich wieder einsatzbereit ist. Wenigstens weiß ich jetzt erstmal mit Sicherheit, dass das Leder die Wäsche gut übersteht. Dann kann es wohl bald noch einen zweiten in der Art zum Wechseln geben. Da der Mann einen schlichten Geschmack hat, näht sich so ein Teil ja recht flott weg.

Schnitt: Luke von Pattydoo

Donnerstag, 5. Januar 2017

Was der Schuleingangstest nicht verrät

Gleich zum Jahresanfang stand bei uns ein Termin an - wohl zum letzten Mal im Elternleben: das jüngste Kind musste zum Schuleingangstest beim Kinder- und jugendärztlichen Dienst antreten. Müde (klar, so kurz nach Weihnachts- und Silvesterferien) und auch leicht kränklich war's an dem Tag. Aber da wir den Termin wegen Krankheit schon zwei Mal verschieben mussten, dachte ich mir, es wäre besser, das jetzt durchzuziehen. Nicht, dass noch das Jugendamt vor der Tür steht, um zu überprüfen, ob das Kind aufgrund von Prügel regelmäßig nicht vorzeigbar ist ...

Also auf durch Regen und Matsch zur "Burg". DresdnerInnen mit Schulkindern wissen, wovon ich rede. Unsere kleine Prinzessin war jedenfalls begeistert, das märchenhafte zinnenbewehrte Gebäude mit den pseudogotischen Fenstern betreten zu dürfen. Leider hält es von innen nicht, was es außen verspricht. Na ja, so Amtsgebäude müssen wahrscheinlich nüchtern und langweilig rüberkommen, um ernst genommen zu werden.

Nachdem grundsätzlich geklärt war, dass wir unserem Minivorschulkind den planmäßigen Schulstart zutrauen (was bleibt uns auch anderes übrig, wo uns der Kindergarten überm Kopf abgerissen wird ... dazu vielleicht später mehr), gings also ans Testen. Lief gut, wenn auch gelegentlich akute Anzeichen von Unlust zu bemerken waren. Aber mal ehrlich, an einem düsteren Winterspätnachmittag sinnlose Aufgaben erfüllen, die noch dazu von einer völlig fremden Frau gestellt werden ... Man machts ja so notfalls, aber gern muss man das nicht machen, oder?

Unser persönlicher Höhepunkt ist ja immer wieder der "Smiley-Test": Ein Blatt, darauf reihenweise Smileys, die meisten freundlich, dazwischen einige mit hängenden Mundwinkeln. Kind soll letztere streichen, das Ganze möglichst schnell bei laufender Stoppuhr. Nun sind weder unsere größeren Kinder noch ich, sagen wir's mal freundlich, für übereilte Handlungen bekannt. Wir haben wohl alle eine Extrawindung in der Leitung, was die Informationsverarbeitung gründlich, aber nicht unbedingt schnell macht. ;-) Dass auch Kind 3 bei dieser Aufgabe keine allzu große Geschwindigkeit an den Tag legte, überraschte mich also nicht. Beanstandet wurde trotzdem nichts und die Schulfähigkeit offiziell bescheinigt.

Was der Test allerdings nicht erfassen konnte, wurde mir später klar. Als mein Mädel mir nämlich in der Straßenbahn seine Sicht auf den "Smiley-Test" offenbarte. Es beschwerte sich bitterlich. Die Ärztin hätte gesagt, die Smileys mit den hängenden Mundwinkeln wären "böse". Dabei stimme das gar nicht, die seien nämlich nur traurig. Und es sei eine bodenlose Gemeinheit, die traurigen Leute zu streichen, nur weil sie traurig seien. Geht echt gar nicht ... Vor diesem Hintergrund braucht man sich über das zögerliche Vorgehen natürlich nicht zu wundern. Ich wette, die soziale Dimension der Aufgabe ist der Ärztin noch nicht mal in den Sinn gekommen ...

Tja, das ist mein kleines Mädchen, das sich auch bei mir entschuldigt und die "arme Mama" der vielen Arbeit wegen bedauert, wenn es selber unter den Folgen eines Magen-Darm-Infekts leidet, das bei "Tom und Jerry" vor lauter Mitleid eher weint als sich kaputtzulachen, das bei Spieleabenden explizit nicht gewinnen will, weil sonst die anderen traurig sind, das seine über alles geliebten Gummibärchen teilt, wenn es nur 2 hat, ein Geschwisterkind aber (aus sehr gutem Grund) gar nichts.

Oh Mann, hoffentlich passt auch in der Schule jemand gut auf mein zart besaitetes Jüngstes auf ...

Mittwoch, 4. Januar 2017

Frisch und neu

Ein neues Jahr - eine Gelegenheit für Neuanfänge. Irgendwie ist es doch so, selbst wenn man sich, wie ich, kaum Konkretes vornimmt, weil man weiß, dass es an der Umsetzung sowieso wieder hapert. ;-) Lieber Schritt für Schritt und Tag für Tag das Mögliche tun und sich über Fortschritte freuen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Herausforderung hat. Das steht so ähnlich schon in der Bibel (Mt. 6, 34) und hat viel Wahres, für mich jedenfalls. Große Pläne häufen sich so schnell zu Bergen auf, die unbezwingbar erscheinen und eher Energie rauben als einen schwungvoll neu starten lassen. Trotzdem, ein bisschen mehr Disziplin und Eigenorganisation möchte ich gern im neuen Jahr unterbringen. Erster konkreter Minischritt: rechtzeitig ins Bett gehen, statt noch dies und das und jenes ... ;-) . Dann gehts auch schon mal etwas energiegeladener durch den Tag. Das ist vorerst mein Vorsatz, und dann weiter, Tag für Tag ...

Am 2. Januar hatte "Himmelblau und Sommerbunt" Geburtstag, den 7. mittlerweile. Und immerhin ist es noch da, wenn auch mit wechselnder Aktivität. Im Prinzip soll es weitergehen wie bisher - entspannt, nur besser, vielleicht. ;-) Ich möchte einfach wieder öfter schreiben, dient mir diese Plattform doch hauptsächlich als Kreativ- und sonstiges Tagebuch. Und es ist ja nicht so, dass nichts passieren würde, was festgehalten werden sollte ... Im Kopf hab ich schon einen Haufen Postideen. Dann woll'n wir mal, eine nach der anderen ...

Für dieses Mal bleibt mir noch, allen ein wunderbares Jahr 2017 zu wünschen -  Erfolg bei großen und kleinen Plänen, Kraft in allen Herausforderungen, viele Sonnentage und jeden Tag ein herzliches Lachen, mindestens!

Diese 3 unterstützen meinen Wunsch, vor allem letzteren, und zeigen eindrucksvoll, wie es geht:


(Wenn's sonst grad nix zu lachen gibt - einfach "Ameisenscheiße mit Erdbeergeschmack" denken, oder meinetwegen auch sagen ... Haben die Kinder bei Freunden aufgeschnappt und wirkt absolut sicher, sieht man ja. :-D)


Freitag, 23. Dezember 2016

Da war doch noch mehr ...

Wo wir schon im letzten Post beim Dezember des vorigen Jahres gelandet waren, können wir da auch noch ein bisschen weitermachen. Ich hab so einiges nicht gezeigt.

Zum Beispiel diese Shirt -Rock-Kombination:


Das Shirt ist ein schon mehrfach bewährtes Roundabout (Ottobre 1/2012), zum Saum hin schmal zugeschnitten statt ausgestellt wie im Originalschnitt. Die 122 passte vor einem Jahr genau. Jetzt ist sie leider schon ziemlich knapp. Zum Glück kommt ja noch eine nach, die die geliebten Sachen weiter trägt.


Das Röckchen kommt aus der gleichen Ottobre-Ausgabe, Modell 33. Hier habe ich etwas getan, was ich sonst selten tue, und das Modell nahezu 1:1 dem aus der Zeitschrift nachgenäht, bis hin zur Stoffauswahl. Bundbeleg und Taschenfutter bestehen aus schwarz-weißem Vichykaro. Das gefiel mir, weil ich ein farblich neutrales Kombiteil wollte. Außerdem hatte ich das da. Nur die Druckknöpfe weichen vom Original ab. Die perlmuttfarbenen von Prym hatte ich ebenfalls da und finde, die passen recht gut. Ich war ziemlich stolz auf diesen Rock, so mit Gürtelschlaufen und allem Pipapo. :-) Gut, dass die dazugehören. Man sieht ja, dass der Rock ohne Gürtel nicht da säße, wo er sein soll. Ich habe ebenfalls 122 - die eigentlich zu dem Zeitpunkt aktuelle Größe - genäht. Lieber etwas reichlich als zu klein. Laut Maßtabelle entsprach die Taille des Kindes eigentlich der 98. ??? Sooo dünn sieht sie eigentlich nicht aus, oder? Manchmal ist Ottobre schon ein bisschen komisch.
Der Gürtel (wir besitzen inzwischen auch einen in dezenterem Dunkelblau :-) ) ist immer noch nötig, aber jetzt sitzt der Rock schon deutlich besser. Gut, dass er lange passt. Er hat sich zum absoluten Lieblingsteil entwickelt, auch dank dem sehr pflegeleichten, samtweichen und bügelfreien Denim, den ich von unseren lieben Urlaubsgastgebern geschenkt bekam.

Dann war da noch das Weihnachtsoutfit 2015:


Obenrum ebenfalls Roundabout in erwähnter Variation, genäht aus einem Rest Viskosejersey, aus dem ich selber ein Shirt besitze. Untenrum ein Chino-Mini von Prachtkinder - auch so ein unschlagbares Allroundteil.


Die Taschen habe ich mit einer kleinen Vichykaro-Paspel abgesetzt.


Das Shirt kann man nach Belieben rockig oder weihnachtlich interpretieren. Dafür sorgen aufgebügelte "Nietensterne". Ich war ja skeptisch, dass sie mit ihrer gebogenen Form gut halten würden, allerdings grundlos. Alles bombenfest, auch nach vielen Waschgängen.

Von der kleineren der Damen gibt es auch noch etwas nachzureichen:


Nachdem sie mich monatelang tagtäglich genauestens und voller Enthusiasmus darüber informiert hatte, welche Kindergartenfreundin welches Eiskönigin-Teil neu hatte, wiederholt getragen hatte, zum Geburtstag bekommen hatte ... und ich mich standhaft geweigert hatte, dem offensichtlichen Trend zu folgen, bin ich spontan eingeknickt, als mir im Nähstübchen der blaue Anna-und-Elsa-Jersey ins Auge fiel. Die Farbe ist doch hübsch und nicht so nachthemdhellblau wie die angebotenen Kaufklamotten zum Thema. Und dass ich damit das jüngste der Lieblingskinder sehr glücklich machen könnte, war sowieso klar. Passende Pünktchen dazu, ein paar dunkelpinkfarbene Reste aus dem Vorrat, und das Kind besaß auch so ein ersehntes Trendteil, aber eben ganz individuell.


Der Schnitt ist Circus Horse (Ottobre 4/2013). Ich habe ihn allerdings etwas verlängert, da mir die Kleidchen in der Ottobre oft eine etwas sehr knappe Länge aufweisen. Letztes Jahr wars so reichlich lang, inzwischen sind wir froh, dass das Lieblingskleid noch passt. (Die passenden Püppchen zum Kleid wurden von den Großeltern zu Weihnachten geliefert.)

So, Weihnachten abgearbeitet. Dann kann ich ja mit Sommersachen weitermachen. Die heb ich mir für einen besonders düsteren Tag auf. :-)
Aber vorher hab ich dann ja vielleicht noch ein paar aktuelle Weihnachtsoutfits auf Lager.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Warme Verpackungen ...

... für Kinderköpfe sind seit einigen Wochen wieder gefragt. Meine Mädels konnten noch etwas Zuwachs für die Mützenschublade gebrauchen. Und da sich beim Alltagseinkauf im Oktober doch unversehens ein paar Häkelbücher mit hübschen Anregungen zwischen die Lebensmittel gemogelt hatten, habe ich dafür zur Häkelnadel gegriffen.

Modell 1 für die modebewusste junge Dame:


Farblich eher dezent mit eingehäkeltem Muster und Riesenblume in Lieblingsfarbe. Nach oben hin ist nach Art eines Beanies noch ein bisschen Luft in der Mütze, damit sich auch Zöpfe, Pferdeschwänze und Hochsteckfrisuren aller Art gut unterbringen lassen. Man sieht ja, dass dafür inzwischen reichlich Material vorhanden ist.


Professionell wird das neue Teil mit ernsthaftem Modelblick präsentiert. Aber sie kann auch anders:



Modell 2 für ein Rosapinklila liebendes freches Fräulein:


Im Häkelbuch als Matrosenmütze ausgewiesen, eignet sich diese Form aus dickerem Garn und mit  Blümchen auch als romantische Kopfbedeckung für kalte Tage - und passt natürlich perfekt zum vorhandenen Anorak.


Dazu gabs noch einen einfachen Schlupfschal, der etwas weit geraten ist und durch Benutzung immer noch weiter wird. Die Prinzessin will ihn aber genau so haben und nicht noch einmal zum Verkleinern hergeben. Tja, soll mir auch recht sein ...

A propos Prinzessin ...


... ob man sich als solche so benimmt?


Und hier zwecks Aktualität und so:


Auch auf dem Weihnachtsmarkt ist man mit den Mützen gut unterwegs. Es ist allerdings nicht so einfach, bei stimmungsvoller Festbeleuchtung ein ordentliches Foto von zappeligen Kindern hinzubekommen. Na ja, der gute Wille zählt ... Muss er auch, denn ein besseres Bild von dem Trubel wirds dieses Jahr nicht mehr geben. :-)
Der junge Mann trägt übrigens eine Minutenmütze aus dezent witzigem Fledermausjersey und kuschligem Baumwollsweat - schon seit letztem Winter bewährt und noch gar nicht verbloggt. :-o

Auf diesem Bild vom letzten Dezember sieht man sie besser:


Womit die Aktualität wieder dahin wäre ... Macht nix, diesen Zeit- und Themenumfang muss man ja auch erstmal in einem Post unterkriegen. :-D

Montag, 19. Dezember 2016

Nähen für die Winterwohnung

Manchmal muss die Wohnungsgestaltung den jahreszeitlichen Gegebenheiten angepasst werden, und zwar aus praktischen wie auch aus dekorativen Gründen. Eine Familienwohnung sollte ja idealerweise beiden Aspekten gerecht werden (sagt der kleine Kopfperfektionist zumindest ;-) ).

Aus ersterem Grund mussten neue Sofakissenbezüge her. Im Sommer hatte ich cremefarbene mit schön nostalgischem grauem Gemüsemuster genäht (die ich auch noch nicht gezeigt habe, fällt mir da ein). Das passt natürlich vor allem in die Gartenzeit. Nun hätte mich das Gemüse auch im Winter nicht gestört. Aber die Kissen waren rund um das Muster vor allem eben ziemlich hell. Und es ist ja so - wo Kinder sind, ist Dreck. ;-) Im Winter sitzen die Kinder auch viel öfter auf dem Sofa als im Sommer. Also gibts schneller angeschmuddelte Kissen. Das kombiniert sich höchst ungünstig mit der Tatsache, dass in der feucht-kalten Jahreszeit die Wäsche drinnen getrocknet werden muss und der Platz dafür sehr begrenzt ist. Die schnelle praktische Lösung sind in dieser Situation neue Kissenbezüge in einer Farbe, die zur Schmuddeltarnung besser geeignet ist als ausgerechnet Creme.
Passend zur sonstigen Einrichtung fiel die Wahl auf Grau. Leider war der exakte Farbton von Sofa und Teppich nicht günstig als Stoff zu bekommen, so dass der kleine Perfektionist im Kopf schon wieder leise mault. Die Stimme der Vernunft hält allerdings dagegen, dass anthrazitfarbene Leinenkissen nicht sooo übel sind und absolut hübsch genug. Da sind sie (und der Farbkontrast wirkt auf dem Foto, wie so oft, stärker als in natura):


Aus diesem Anlass mal ein authentischer Anblick unseres Sofas für alle Interessierten, inklusive vom Lümmeln zerknüllten Kissen, angefangenen Handarbeiten und aktueller Lektüre.
Das Sofa ist in Wirklichkeit nicht fast beige, wie es auf den Fotos wirkt, sondern in einem warmen Grauton gehalten. Der Farbton der Kissen ist eben etwas kühler.


Ich wollte schlichte, einfarbige Kissen mit etwas Struktur gegen allzu große Langeweile. So hat eins fünf 3mm schmale Biesen bekommen, eins einen Stehsaum.


Ein drittes wird von drei etwas breiteren 5mm Biesen aufgelockert und das vierte durch Unterteilungen und Paspeln aufgehübscht. Sie erfüllen ihren Zweck wie erwartet. Ich habe mich seit letzter Woche noch nicht geärgert, dass ich sie eigentlich schon wieder waschen müsste. ;-)

Und jetzt noch zum rein dekorativen Teil.
Nachdem ich nun schon eine Wimpelkette fürs Wandbord für Frühling und Sommer und eine für den Herbst hatte, musste noch eine für Winter und Weihnachten her. Sternchen passen immer und müssen auch nicht sofort weg, wenn die sonstige Weihnachtsdeko wieder in den Kisten verschwindet (wobei ich irgendwie jedes Jahr weniger raushole und lieber neutraler mit einigen wichtigen Lieblingsstücken dekoriere). So siehts aus:


Wie man sieht - Sternchen:


Die kleine Filzkugel mit Fliegenpilzen ist ein Lieblingsstück und wurde schon vor einiger Zeit hier ergattert. Da gibts übrigens ganz viele hübsche Sachen. Will man nicht zu viel kaufen, darf man da nicht zu oft reingehen ... ;-)

So viel zur Winterwohnung. Vielleicht schaffe ich ja sogar noch den einen oder anderen Post zu weiteren Werken der letzten Zeit? Momentan sind immerhin alle gesund. Bin selber  gespannt ... :-)

Stoffe von buttinette